Inhaltsübersicht
Chinas neue Export-Rückverfolgungsrichtlinie für Fischereiprodukte in Kraft getreten, Lieferanten stehen vor drei großen Herausforderungen
Kürzlich hat das Bureau of Fisheries des Ministeriums für Landwirtschaft und ländliche Angelegenheiten die “Bekanntmachung über die Gewährung entsprechender Systemberechtigungen an die erste Charge von ausgewiesenen Fischereihäfen für das Rückverfolgungsmanagement von exportierten Fischereiprodukten” veröffentlicht, in der die erste Liste von 23 Fischereihäfen benannt und die vollständige Inbetriebnahme des entsprechenden Systems bis zum 1. Juli 2025 gefordert wird. Gleichzeitig veranstaltete China im Dezember 2025 in Shanghai das zweite nationale internationale Seminar zum Kompetenzaufbau zum FAO-Übereinkommen über Hafenstaatmaßnahmen (PSMA) von 2009, was Chinas Engagement zur Verbesserung der Konformität und der internationalen Abstimmung in der Fischerei unterstreicht. Während diese Initiativen zur Verbesserung der Konformität und Rückverfolgbarkeit chinesischer Aquakultur-Exporte beitragen, stellen sie auch neue operative Herausforderungen für chinesische Meeresfrüchte-Lieferanten dar.
Herausforderung Eins: Ausgewiesene Entladehäfen erhöhen Logistik- und Zeitkosten
Gemäß der Bekanntmachung müssen exportierte Fischereiprodukte nur in den dafür vorgesehenen Fischereihäfen entladen und einer Legalitätsprüfung unterzogen werden. Dies bedeutet, dass Lieferanten nicht mehr frei über Entladehäfen entscheiden können und Fanglieferungen zu bestimmten Häfen auf der Liste transportieren müssen, was unbeabsichtigt die Transportentfernung, -zeit und -logistikkosten erhöht. Insbesondere für Fischereiflotten, die weit von diesen Häfen entfernt sind, wird die operative Flexibilität eingeschränkt und die Effizienz der Lieferkette auf die Probe gestellt.
Herausforderung Zwei: Fischereibescheinigungen werden nur nach tatsächlichem Geschäft ausgestellt
Das neue System verlangt, dass Fischereihäfen relevante Zertifikate erst nach Bestätigung der Legalität des Fangs ausstellen. Dieser Prozess muss nach dem tatsächlichen Erwerb der Rohmaterialien erfolgen. Das bedeutet, dass Lieferanten keine Fischereizertifikate im Voraus erhalten können und den Zertifizierungsprozess erst nach Abschluss der Beschaffung einleiten müssen. Dies kann zu Verzögerungen bei Exportzollerklärungen und Lieferungen führen, was sich auf die Reaktionsfähigkeit der Lieferkette und die Lieferzusagen an Kunden auswirkt.
Herausforderung drei: Doppelte Registrierungsanforderungen für Fischereifahrzeuge und Lieferanten
Während die Mitteilung den Registrierungsprozess nicht detailliert beschreibt, wird basierend auf dem “Arbeitsplan zur Reform der Legalitätszertifizierung von nach Europa exportierten Wasserprodukten” und dem Geist des PSMA-Seminars erwartet, dass Exportunternehmen doppelte Registrierungsverfahren sowohl für Fischereifahrzeuge als auch für Lieferanten abschließen müssen. Dies erhöht den Verwaltungsaufwand und die Zeitkosten für Unternehmen, insbesondere steigt die Compliance-Schwelle für kleine und mittlere Lieferanten.
Schlussfolgerung und Empfehlungen
Insgesamt beschleunigt China seine Bemühungen zur Förderung einer nachhaltigen Fischereientwicklung und zur Einhaltung internationaler Vorschriften, was das Gesamtbild der Branche und ihre Exportwettbewerbsfähigkeit positiv verbessert. Die Lieferanten müssen sich jedoch schnell an das neue Rückverfolgbarkeitsmanagementsystem anpassen, Logistikrouten optimieren, die Zusammenarbeit mit ausgewiesenen Fischereihäfen stärken und sich proaktiv auf die Registrierung zur Einhaltung von Vorschriften vorbereiten, um die bevorstehenden betrieblichen Herausforderungen zu bewältigen.
FAO Ressourcen: Bekämpfung der illegalen, ungemeldeten und unregulierten Fischerei
Erfahren Sie mehr über die globalen Bemühungen zur Verhinderung von illegalen, ungemeldeten und unregulierten (IUU) Fischereipraktiken durch die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen.